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SG – TV Fr.-Crumbach 0:0 (0:0)

Nur rund 42 Stunden nach dem kraftraubenden Heimspiel gegen starke Breuberger, musste der Aufsteiger im Lokalderby gegen ebenfalls noch ambitionierte Fränkisch-Crumbacher antreten. Marinčo Panov behielt die Formation vom Donnerstag-Spiel bei, und konnte dabei auch auf drei „Rückkehrer“ wieder zurückgreifen. Die turbulente Anfangsphase des Hinspiels noch im Hinterkopf, ging unsere Elf sehr konzentriert und diszipliniert zu Werke. Den Gästen unterliefen ungewohnt viele Abspielfehler im Aufbau und im Spiel nach vorne fanden sie in den, heute wieder als Manndecker agierenden, De Meo und Matthes ihre Meister. So entwickelte sich ein spannendes und intensives B-Liga-Spiel, das sich größtenteils im Mittelfeld abspielte. Unsere erste Mannschaft traute sich mit der Zeit immer mehr in die Offensive und konnte die nicht immer überzeugend auftretende Defensive des TV öfters unter Druck setzen und sich die ersten Torchancen herausspielen.
Nach dem Seitenwechsel rechneten alle – auf und neben dem Rasen – damit, dass die Crumbacher nun entschlossener auftreten und in die Offensive gehen würden. Doch das Spiel sollte sich im zweiten Durchgang endgültig auf die Seite der SG verlagern. Zwar war es immer noch ein umkämpftes Spiel mit vielen Unterbrechungen, aber die Einschussgelegenheiten für unsere Mannschaft sollten sich häufen. Die Gäste kamen in den zweiten 45 Minuten nur noch zwei Mal in die Nähe des SG-Tores, doch irgendein Bein stand den fast schon verzweifelt agierenden Angreifern des Gastes im Wege. Auf der Heimseite dagegen konnte weder Steffen Klinger, noch Marian Reubold (mit einem sehenswerten Freistoß), noch der eingewechselte Thorsten Müller in der Schlusssekunde den erhofften und aufgrund der starken zweiten Halbzeit verdienten Siegtreffer erzielen.
Fazit: Wieder einmal überraschte der Aufsteiger seine Anhänger, sein Trainer und sicher ein wenig auch sich selbst. Höchste Konzentration, absoluter Wille, große Laufbereitschaft und hervorragende Zweikampfwerte eines jeden, und das über komplette 90 Minuten – eine starke und gerade so kurz nach dem harten Spiel gegen Türk Breuberg unter der Woche überraschende Leistung unserer ersten Mannschaft. Auch wenn es am Ende nicht zum Sieg reichte, machte man es einem um den Aufstieg spielenden Gast unheimlich schwer sich Torchancen zu erarbeiten und hielt endlich mal wieder den eigenen „Kasten“ sauber.
Aufstellung: Hofmann – Lannert, Matthes, De Meo – Reubold (K), Didion (Eying), Hübner (Müller), Kepper, Daum – Panov, Klinger.

SG – Türk Breuberg 0:2 (0:0)

Gegen den Aufstiegsaspiranten aus Breuberg lieferte unsere Mannschaft am vergangenen Donnerstagabend eine, trotz der 0:2-Niederlage, akzeptable Leistung ab. Trainer Marinčo Panov musste wie angekündigt auf mehreren Positionen Stammkräfte ersetzen und war in Verbindung mit der zu erwartenden offensiven Spielauffassung der Gäste gezwungen von Viererkette auf Libero mit zwei Manndeckern und fünf Mittelfeldspielern umzustellen. Ein aggressives und nicht immer faires Spiel entwickelte sich fortan. Während die Gäste mehr im Ballbesitz waren, jedoch wenige zündende Ideen hatten, war die SG auf schnelle Konter bedacht. Dank einer kämpferischen wie läuferischen starken Leistung im ersten Durchgang ging man mit dem 0:0 in die Kabine.
Und wer weiß, wie lange die Breuberger noch Geduld bewiesen hätten, wenn nicht kurz nach Wiederanpfiff ein Breuberger Angreifer einen sehenswerten Schuss gegen die Laufrichtung von SG-Torhüter Hofmann zum – nicht unverdienten – 0:1 ins Netz versenkt hätte? Mit der Pflicht im Rücken jetzt unbedingt das Spiel machen zu müssen, tat sich der Aufsteiger in dieser ungewohnten Formation sichtlich schwer. Dennoch sollten einige wenige gute Torchancen dabei herausspringen, die leider nicht zum zwischenzeitlichen Ausgleich genutzt wurden. Selbst nachdem Hofmann einen Strafstoß der Gäste mit einem sehr guten Reflex parieren konnte, blieb die anschließende kleine Drangphase erfolglos. In den Schlussminuten, als bei beiden Teams die Kraft deutlich zu schwinden begann, vollendeten die Breuberger noch einen Konter zum 0:2 Endstand.
Fazit: Eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem letzten Auftritt in Hainstadt. Leider hatte die Mannschaft nicht das Glück und auch nicht die Kraft nach dem ärgerlichen Gegentreffer noch einen Gang höher zu schalten und eine der wenigen sich ergebenden Chancen zum 1:1 zu nutzen. Daher geht der Erfolg der Gäste in Ordnung, die SG sollte aber auf diese Leistung aufbauen und wieder zuversichtlicher in die nächsten Aufgaben gehen.
Aufstellung: Hofmann – Lannert, De Meo, Weidmann – Reubold (K), Müller (Wanning), Hübner, Daum, Kepper – Klinger, Panov.

TSV Hainstadt – SG 4:0 (1:0)

Wieder einmal schlug sich unserer erste Mannschaft selbst. Am Ende verlor man zwar um ein oder zwei Gegentore zu viel, machte es dem Gegner aber wieder zu leicht diese Treffer zu erzielen. Marinčo Panov behielt die 4-1-4-1-Formation aus dem Neustadt-Spiel bei, was zu mehr Stabilität in der Zentrale führen sollte. Das Spiel begann auf dem extrem tiefen Rasen der Breuberger schleppend, mit Anpassungsschwierigkeiten auf beiden Seiten. Die SG verstand es in der Anfangsphase bei Ballgewinn schnell umzuschalten und über die aufgerückten Außenpositionen in die Offensive zu gehen. Das Umschalten in die Defensive dagegen sollte an diesem Sonntag ein Manko im Spiel des Aufsteigers darstellen.
Ein unnötiger Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, zu zaghaftes Angreifen des sehr lauffreudigen TSV-Spielmachers, der in 13. Minute mit einem platzierten Linksschuss das frühe 1:0 für die Heimelf markieren kann. Das Unterfangen „Auswärts-Punkten“ ist nun, nach dem Rückstand noch schwieriger. Doch die SG zeigte in dieser Phase eine gute Reaktion, fand im Lauf der ersten Hälfte immer besser ins Spiel und konnte durch Kampf und überraschende Spielfreude auf unbequemen Untergrund die Defensive der Heimelf des Öfteren ins Wanken bringen – nur zählbares sollte nicht dabei herausspringen. Als in Spielminute 30 der sonst so sichere Elfmeterschütze unserer Mannschaft, Marian Reubold, mit dem fälligen Strafstoß am TSV-Schlussmann scheiterte, bahnte sich endgültig ein rabenschwarzer Nachmittag für den Gast an. Keine 10 Minuten nach Wiederanpfiff machte ein Sonntagsschuss der Hainstädter zum 2:0 beinahe alle Hoffnungen auf ein „Comeback“ in diesem Spiel zunichte. Unsere Elf gab sich zwar auch nach diesem Rückschlag nicht geschlagen und versuchte ins Spiel zurück zu kommen, war jedoch in des Gegners Hälfte einfach nicht entschlossen genug. Die wenigen Chancen die man in Halbzeit zwei kreierte blieben ungenutzt, der A-Liga-Absteiger dagegen spielte fünfzehn Minuten vor Schluss einen Konter geschickt zu Ende, was die endgültige Vorentscheidung bedeutete. Den zweiten Strafstoß an diesem Tag, fünf Minuten vor Abpfiff, dieses Mal für den TSV, konnte SG-Torhüter Hofmann leider nicht parieren, auch wenn er die Ecke richtig erahnte.
Fazit: Unkonzentriertheiten zu Beginn die eiskalt bestraft werden, eine zu geringe Durchschlagskraft in der Offensive, ein zu behäbiges Umschalten von Angriff auf Verteidigung und das fehlende Quäntchen Glück bei beiden Strafstößen führte an diesem Tag zu dieser am Ende klaren Niederlage für die SG. Bereits am Donnerstag kommt mit Türk Breuberg ein weiterer sehr starker Gegner nach Nieder-Kainsbach, der unserer, dann stark ersatzgeschwächten Mannschaft, alles abverlangen wird.
Aufstellung: Hofmann – De Meo, Matthes, Lannert, Müller – Reubold (K), Kepper, Hübner (Panov), Didion, Daum, Klinger.

SG – TSV Neustadt 4:4 (3:1)

Eine beeindruckende Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche, ein enormer läuferischer sowie kämpferischer Aufwand, eine komfortable und absolut verdiente Zwei-Tore-Führung vier Minuten vor Schluss; und dennoch konnte unsere erste Mannschaft an diesem Sonntag keine drei Punkte einfahren. Trainer Marinčo Panov stellte, in Voraussicht des zentral agierenden Gasts aus Neustadt, auf 4-1-4-1 um, was von der ersten Minute an fruchten sollte. Die SG ging aggressiv und hochkonzentriert in die Partie und beide Viererketten verschoben geschlossen die Positionen. Bereits nach sechs Spielminuten machte sich der Aufwand bezahlt: Nach einer scharf geschossenen Ecke von links nutzte der heute im zentralen Mittelfeld agierende Didion seine Körpergröße und wuchtete den Ball per Kopf zum 1:0 ins Netz. Unsere Mannschaft legte von nun an jegliche Hemmungen ab und zeigte sehenswerten Kombinationsfußball, der neun Minuten später zum 2:0 durch Steffen Klinger führte. Eine Kombination auf der linken Seite, gefolgt von einem cleveren Pass von Daum direkt in den Lauf von Kepper, der den Kopf oben behielt und auf den in der Mitte völlig freistehenden Klinger passte, der keine Mühe dabei hatte, den Ball über die Linie zu drücken. Dem Gast aus Breuberg fiel bis zu diesem Zeitpunkt in Punkto Offensive rein gar nichts ein. Die langen Bälle auf die beiden Stürmer wurden problemlos abgefangen. Umso ärgerlicher, dass dem bis dahin, ebenso wie die gesamte Mannschaft, sehr gut spielenden Eying im Spielaufbau ein folgenschwerer Fehlpass unterlief, den der TSV-Angreifer mit einem platzierten Schuss zum Anschlusstreffer ausnutzte. Der nun befürchtete Einbruch im Spiel des Aufsteigers sollte jedoch nicht folgen. Stattdessen krönte Reubold mit einem herrlichen Freistoßtreffer aus rund 20 Metern Entfernung seine gezeigte Leistung und markierte damit in der 41. Minute den 3:1-Pausenstand.
So explosiv wie die erste Halbzeit begann, genauso startete auch der zweite Durchgang. Eine eigentlich harmlose Flanke eines Neustädters wurde vom Hinterkopf des SG-Verteidigers Matthes unglücklich in den Strafraum verlängert, wo der Gäste-Angreifer mit einem sehenswerten Kopfballtreffer über SG-Schlussmann Hofmann hinweg Neustadt wieder zurück ins Spiel brachte. Eben dieses wurde in den folgenden Minuten deutlich ruppiger und auch weniger kombinationssicher, aber dafür immer mitreisender. Nachdem sich die SG wieder berappelt hatte und auch im Offensivspiel wieder vorzeigbare Ideen aufweisen konnte, lies ein TSV-Verteidiger dem sehr überzeugenden Schiedsrichter keine Wahl, sodass dieser auf den Punkt zeigte: Nach Foulspiel an Kepper, Strafstoß für die SG. Spielführer Reubold trat, wie immer in dieser Runde, an und traf mit einem ebenso harten wie platzierten Schuss in die rechte Ecke zum „beruhigenden“ 4:2 nach rund 60 Spielminuten. Die Partie befand sich nun endgültig in der Hand unserer Mannschaft. Dem Gast fehlte es weiterhin an Ideen in der Offensive, als auch an der Kraft durch Einzelaktionen die gut gestaffelte Defensive der SG zu durchbrechen. Als sich jeder der Anwesenden bereits auf einen Heimsieg einstellte, wieder ein Pfiff des Unparteiischen, wieder Elfmeter, dieses Mal auf der anderen Seite. Lannert sprang, im Sechzehnmeterraum ein langer Ball unglücklich an die Hand. Der eben eingewechselte dritte Stürmer der Gäste-Elf verlud Hofmann und machte die Partie aus dem Nichts wieder spannend. Der Wiederanstoß war kaum ausgeführt, da legte sich eben dieser TSV-Stürmer den Ball wieder zurecht; Freistoß aus halbrechter Position, mit links und somit Zug zum Tor getreten, unbequem für jeden Schlussmann. Wie es der Fußball in solchen Situationen dann manchmal will, wird die Hereingabe noch zweimal abgefälscht, was dessen Flugkurve noch unberechenbarer macht, und schließlich im langen Eck zum späten, glücklichen Ausgleich endet.
Fazit: Wie eingangs erwähnt, eine absolut vorzeigbare Leistung des Aufsteigers, der es aber nicht schafft sich dafür auch zu belohnen. So verließ die Mannschaft um Marinčo Panov nach dem späten Anschlusstreffer jegliche Souveränität, die sie sonst über die gesamte Spieldauer ausgestrahlt hatte. Jetzt gilt es das Positive, das an diesem Tag dennoch deutlich überwog, mitzunehmen um am nächsten Sonntag beim unbequemen Gastspiel in Hainstadt den ersten „Dreier“ im Jahr 2011 einzufahren.
Aufstellung: Hofmann – De Meo, Matthes, Lannert, Müller – Reubold (K), Kepper, Eying, Didion, Daum (Karg) – Klinger (Panov).

FSV Erbach – SG 3:0 (1:0)

Eine enttäuschende Leistung zeigte unserer ersten Mannschaft zum Start in die Restrunde der Kreisliga B. Auf dem stumpfen Kunstrasenplatz in Erbach fehlte die nötige Kampf- und Laufbereitschaft, die von Nöten gewesen wäre um Zählbares mitzunehmen. Die Heimmannschaft präsentierte sich gegenüber der 2:5 Hinspielniederlage (1. Spieltag) personell wie auch strukturell verändert und spielte wie die SG in 4-4-2. Zwar ließ man im ersten Durchgang wenig zu und verschob geschickt, jedoch übte man auf die alles andere als sattelfeste Defensive des FSV viel zu wenig Druck aus. Nach zu zaghaftem Zweikampfverhalten auf der rechten Abwehrseite konnte der Torjäger der Erbacher, Viktor Bauer, das Führungstor erzielen. Ansonsten waren in Halbzeit eins kaum Strafraumszenen auf beiden Seiten auszumachen, das Spiel lief größtenteils im Mittelfeld ab. Nach dem Seitenwechsel stellte SG-Spielertrainer Panov auf ein paar Positionen um und wollte damit endlich etwas mehr Offensivdrang entwickeln.
Leider musste eben dieser dann bereits einige Minuten nach Wiederanpfiff angeschlagen ausgewechselt werden. Die Begegnung war in der Folge etwa ausgeglichen mit Bemühungen auf beiden Seiten. Die Vorentscheidung, das 2:0 der Heimelf, hätte jedoch, wie bereits Gegentor Nummer 1, mit der nötigen Entschlossenheit verhindert werden können. Schlussmann Hofmann parierte den Freistoß aus aussichtsreicher Position noch glänzend und auch den Nachschuss des eingelaufenen Erbacher Angreifers. Dem zweiten Schuss aus nicht mal einem Meter Entfernung hatte jedoch auch der SG-Torwart nichts mehr entgegenzusetzen. Entscheidend für diesen Treffer war jedoch, dass die gesamte Kainsbacher Defensive es verschlief nach dem ausgeführten Freistoß nachzusetzen, was dem FSV gleich zweifach die Chance zum Treffen offenbarte. Darauf verlor unsere Mannschaft zunehmend den Faden und leistete sich zu viele Fehler im Aufbau, was stark an den Kraftreserven nagte. Als der unsicher wirkende Schiedsrichter nach einer eigentlich gelungenen Rettungsaktion von SG-Verteidiger Matthes auf Strafstoß und Gelb-Rot entschied, war das Spiel endgültig entschieden. Wiederum war es Viktor Bauer, der sich die Chance nicht nehmen ließ. Überraschender Weise agierte der Aufsteiger in Unterzahl wesentlich entschlossener und hatte gleich zweimal durch den an diesem Tag glücklos agierenden Steffen Klinger die Chance zum Anschlusstreffer, scheiterte jedoch entweder am guten Erbacher Keeper oder an der eigenen Konzentration.
Fazit: Spielerisch und kämpferisch sicherlich ein Rückschritt für unsere SG was jedoch angesichts der schwierigen Wintervorbereitung, als auch dem ungeliebten Untergrund im Erbacher Sportpark nicht völlig überraschend kam. Wenn am nächsten Sonntag der TSV Neustadt zu Gast in Nieder-Kainsbach ist, wird die Mannschaft um Marinčo Panov sicher entschlossener und vor allem zielstrebiger agieren. Allein um die 2:7-Schmach aus dem Hinspiel vergessen zu machen.
Aufstellung: Hofmann – Weidmann, Lannert, Matthes, De Meo – Kepper, Hübner (Karg), Reubold (K), Daum – Panov (Didion), Klinger.