Im letzten Heimsspiel der KLB-Saison 2010/2011 bezwang unsere erste Mannschaft die KSG aus Vielbrunn verdientermaßen mit 2:1. Spielertrainer Marinco Panov konnte zwar mit Patrick Hofmann wieder auf seinen etatmäßigen Torhüter zurückgreifen, musste jedoch mit dem Ausfall von Roman Eying das Mittelfeld erneut umstellen. Nach zunächst langer Verletzung und anschließendem Work&Travel-Urlaub in Australien war auch Kevin Nill als 13. Mann wieder im Kader.
Wie erwartet begannen die noch abstiegsgefährdeten Gäste aggressiv und zweikampfstark. Die SG passte sich diesem robusten Spiel jedoch rasch an und hielt ihrerseits dagegen. Während bei der KSG beinahe jeder Spielzug über den lauffreudigen Spielmacher lief, probierte es der Aufsteiger meist über die rechte Seite und Jannis Kepper. Knapp elf Minuten waren gespielt, als nach einer gut getretenen Ecke von Daum Martin Didion die Unordnung in der Hintermannschaft der Vielbrunner zum, zu diesem Zeitpunkt durchaus glücklichen, Führungstreffer nutzen konnte. Zuvor wurde es im Strafraum der SG eins, zwei mal etwas brenzlig, als die KSG-Angreifer deutlich zu leicht durch das Mittelfeld stürmen konnten. Doch spätestens beim wieder genesen Patrick Hofmann, der jedoch immer noch angeschlagen war und schmerzenbedingt seine Abschläge durch Abwürfe ersetzen musste, war für die Gäste Endstation.
Nach der Pause rechnete man wieder mit einer stürmisch auftretenden Vielbrunner Mannschaft, die nun jedoch auch den sommerlichen Temperaturen Tribut zollen musste und die lauf- und zweikampfintensive erste Hälfte nicht so ohne weiteres wegstecken konnte. Unsere Mannschaft passte sich der leicht veränderten und etwas offensiveren Formation der KSG erneut schnell an und stand in der Defensive kompakt und sicher, was es dem Gast sichtlich schwer machte, sich klare Torchancen herauszuspielen. Auch unsere Mannschaft hielt das Tempo nun wesentlich geringer, was das Spiel etwas verflachen lies, aber dennoch weiter spannend blieb. Erst als Steffen Klinger nach 67 Minuten mit einer schönen Direktabnahme das 2:0 markierte, schien die Partie entschieden. Doch im postwendenden Gegenzug erzielte die KSG den Anschlusstreffer. Zu leicht konnte sich der Angreifer gegen gleich drei Kainsbacher durchsetzen. Hofmann im SG-Tor hatte keine Abwehrchance, da der Schuss noch entscheidend abgefälscht wurde. Die verbliebenen zwanzig Minuten setzte Vielbrunn nun alles daran irgendwie noch einmal gefährlich vors Tor zu kommen, um den Ausgleich erzielen zu können. Die nun entstandenen Räume nutzte unsere Mannschaft geschickt zum Kontern auf eigenem Terrain, doch weder Klinger noch Didion konnten aus bester Einschussposition den „Sack zu machen“. Sichtlich erschöpft und mit Spielideen merklich am Ende, investierte der Gast bis zum Schluss alles, doch die ganz große Gelegenheit sollte nicht mehr dabei herausspringen und so blieb es am Ende beim nicht unverdienten, aber hart umkämpften Heimerfolg für unsere erste Mannschaft.
Aufstellung: Hofmann – Matthes, De Meo, Müller (Lange) – Kepper, Reubold (K), Hübner, Daum, Didion – Klinger, Panov (Nill).
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SG II – KSG Vielbrunn II 7:0 (3:0)
Tore: 1:0 Felix Wanning, 2:0 Felix Wanning, 3:0 Stefan Heiland, 4:0 Markus Karg, 5:0 Matthias Schmucker, 6:0 Felix Wanning, 7:0 Markus Karg.
ISV Kailbach – SG 1:3 (1:1)
Beim wiedererstärkten ISV in Kailbach fuhr unsere erste Mannschaft einen für die Moral enorm wichtigen Auswärtserfolg ein. Die Mannschaft, die sich vergangenen Herbst im Hinspiel (Endstand 4:0) so verunsichert und durchgängig ideenlos präsentierte, trat an diesem Tag, wie aufgrund der Rückrundenresultate erwartet, völlig anders auf. Mit enorm viel Engagement, jede Menge Laufbereitschaft auf allen Positionen und zwei pfeilschnellen Stürmern hatte die Heimmannschaft einiges zu bieten. Und genau so startete der ISV auch in die Partie. Jeder spürte, dass hier eine Mannschaft gegen den Abstieg kämpfte.
Schnell überbrückten die Kailbacher das Mittelfeld um dann die schnellen Spitzen in Aktion zu setzen. Die Begegnung war noch sehr jung, als die Hintermannschaft um Michael Matthes bereits einige knifflige Situationen bereinigen musste. Die SG fand mit fortgeschrittener Spielzeit auch besser ins Spiel und nahm die Zweikämpfe nun voll an, was es der Heimmannschaft nicht mehr so leicht machen sollte und der SG-Defensive vor allem etwas Entlastung herbeiführen sollte. Nach 16 Minuten dann jedoch die Ernüchterung: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld übersah der nicht immer sicher wirkende Schiedsrichter aus Fürth eine klare Abseitsstellung gleich zweier Kailbacher Angreifer, was die 1:0 Führung zur Folge hatte. Unsere Mannschaft zeigte sich jedoch keineswegs geschockt, sondern vielmehr aufgeweckt. Mit schnellem Spiel über die Außen verstand es der Aufsteiger die keinesfalls in Zement gegossene Hintermannschaft des ISV unter Druck zu setzen. Nach einer knappen halben Stunde folgte dafür der verdiente Lohn: Einen dieser schnell vorgetragenen Vorstoß schloss, der an diesem Tag wie befreit aufspielende, Giuliano Daum mit einem sehenswerten Heber von der Strafraumkante zum nun nicht mehr unverdienten Ausgleich ab. Vor dem Pausenpfiff musste die Mannschaft um Marinco Panov noch eins, zwei heikle Situationen durchstehen, doch entweder scheiterten die Kailbacher am gut aufgelegten Andreas Werner im SG-Tor oder aber an der eigenen mangelnden Konzentration im Abschluss.
Nach dem Wechsel führte der ISV den Anstoß aus, verlor den Ball jedoch postwendend, was die Einleitung zum wohl ansehnlichsten Spielzug des Spiels bedeutete, den Jannis Kepper nach nicht einmal einer Minute nach Wiederanpfiff zur Führung für unsere SG ausnutzte. Giuliano Daum krönte anschließend seine gute Leistung an diesem Tag in der 70. Spielminute noch mit seinem zweiten Treffer, der gleichzeitig das Spiel endgültig zugunsten der SG entschied.
Die Berichterstattung über die zweite Halbzeit fällt leider wesentlich knapper aus, da sich der Autor kurz vor dem Wiederanpfiff bei einem Sturz eine Gehirnerschütterung zuzog und somit den zweiten Durchgang nicht detailgetreu wiedergeben kann.
Aufstellung: Werner – Matthes, De Meo, Müller (Lange) – Kepper, Hübner, Eying, Reubold (K), Daum – Klinger (Panov), Didion.
ISV Kailbach II – SG II 2:3 (0:1)
Felix Wanning (32.), Matthias Schmucker (66.) und Florian Hofmann schossen die Tore für die SG.
SG – TSV Sensbachtal 2:4 (2:1)
Unter hochsommerlichen Bedingungen unterlag unsere erste Mannschaft mit 2:4 gegen den Tabellennachbarn aus dem Sensbachtal. Verletzungs- sowie krankheitsbedingt musste Marinco Panov seine Mannschaft erneut auf einigen Positionen umstellen. Die SG begann mit Libero und Vorstopper, um die Zentrale zu stärken und vermehrt den Druck über die Außen aufzubauen. Leider verschlief man wieder einmal die ersten Spielminuten, was die Gäste nach drei Minuten bereits zur Führung ausnutzen konnten. Mit fortschreitender Spieldauer fand die SG jedoch immer besser ins Spiel und übernahm zunehmend die Spielkontrolle. Folgerichtig konnten Steffen Klinger und Marinco Panov noch vor der Pause, die viel umjubelten Treffer zum 1:1 und 2:1 erzielen.
Der TSV kam erwartungsgemäß stürmisch aus der Kabine, doch die Hintermannschaft unserer Elf stand mittlerweile gut und auch das Mittelfeld verschob geschickt die Räume, was es den Gästen sichtlich schwer machte, sich klare Torchancen herauszuspielen. Als den Sensbachtalern schon die Kraft zur Aufholjagd zu schwinden schienen, fasste sich ein Spieler der Gäste aus rund 25 Metern ein Herz und zog einfach mal ab. Sein Flatterball schlug nach ca. einer Stunde Spielzeit genau unter dem Querbalken zum 2:2-Ausgleichstreffer ein. Zu allem Überfluss verletzte sich der vor diesem Spiel erst wieder genesene Giuliano De Meo am Knöchel und konnte die letzten 25 Minuten nicht weitermachen. Diese Auswechslung, sowie die dadurch entstandenen Umstellungen zerstörten die Ordnung der SG in großen Teilen, was auch die Gäste schnell registrierten und nun noch mehr Druck machten. Unsere Mannschaft fand nun kaum noch Entlastung nach vorne. Die Hitze, als auch die nun fehlende Unterstützung aus dem Mittelfeld heraus, ließen beinahe jede Offensivbemühung im Keim ersticken. Der TSV dagegen präsentierte sich wie bereits im Hinspiel eiskalt und nutzte zwei individuelle Fehler zunächst zur erneuten Führung und kurz vor Schluss zum entscheiden vierten Treffer.
Aufstellung: Werner – Matthes, De Meo (Reeg), Müller – Reubold (K), Daum, Hübner, Lange, Kepper – Klinger, Panov.