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SSV Brensbach – SG 1:1 (0:1)

Ein sehr ansehnliches und jederzeit spannendes Derby fand an diesem Sonntag, verdientermaßen, keinen Sieger. Unsere erste Mannschaft überraschte in Durchgang eins mit einer sehr offensiven und zielstrebigen Spielweise. Die Heimelf fand nur selten den Weg in die Hälfte der SG, während der Gast sich durchaus einige Chancen erspielte. So scheiterte, der heute auf der linken Außenbahn spielende, Roman Eying zwei mal, als er alleine vor dem Brensbacher Schlussmann auftauchte, den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte. Nach rund 30 Minuten vergab SG-Stürmer Klinger die bis dahin größte Einschussmöglichkeit. Nach einer schönen Flanke von Kepper, schaffte es Klinger den Ball aus kürzester Distanz doch noch über das Gehäuse zu köpfen. Doch bereits mit der nächsten Aktion sollte er Wiedergutmachung leisten: Eine schöne Kombination im Mittelfeld, ein perfekt getimtes Zuspiel von Hübner auf Eying, der den Ball im Strafraum noch einmal quer legt, wo wieder Steffen Klinger goldrichtig steht und in der 35. Minute zur verdienten Führung einschieben kann. Auch in der Folge spielte die SG einen sehr ansehnlichen Fußball, der bei sommerlichen Temperaturen jedoch stark an den Kraftreserven kratzte.
Nach dem Seitenwechsel sollte sich dieser Kräfteverschleiß immer deutlicher zeigen. Die Brensbacher mussten nun einfach mehr riskieren und konnten unsere SG mit der Zeit immer tiefer zurückdrängen. Die in der ersten Hälfte noch bombensicher stehende Viererkette offenbarte nun immer wieder Lücken, die die Heimmannschaft aber nicht konsequent genug zu nutzen wusste. Für unsere Mannschaft ergaben sich zwar auch in den zweiten fünfundvierzig Minuten Kontergelegenheiten, jedoch wurden auch diese nicht zur Vorentscheidung genutzt. So kam es, wie es im Fußball nun mal so oft ist: Zehn Minuten vor Abpfiff stimmte die Zuordnung bei einem gegnerischen Eckstoß nicht zu 100 Prozent, was ein Brensbacher Angreifer sofort bestrafte und zum mittlerweile verdienten Ausgleich einnickte.
Fazit: Unsere Mannschaft überraschte nicht nur ihren Spielertrainer Marinčo Panov, sondern wohl auch den Gegner mit ihrem forschen Auftritt im ersten Durchgang. Das Team ging über die komplette erste Halbzeit ein unglaubliches Tempo, gemischt mit einer gesunden Aggressivität in den Zweikämpfen. Leider verpasste man es, bereits vor dem Pausenpfiff alles klar zu machen. So wurde es am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden, mit dem der Aufsteiger aber sicherlich gut leben kann, schließlich hat man auch aus diesem Auswärtsspiel wieder einen Punkt nach Nieder-Kainsbach entführen können.
Aufstellung: Hofmann – De Meo, Matthes, Lannert, Müller – Kepper, Hübner (Weidmann), Reubold (K), Eying – Didion, Klinger (Panov).

SG – Inter Erbach 4:3 (1:3)

Dank einer überragenden zweiten Hälfte bleibt unsere erste Mannschaft auch im dritten Ligaspiel in Folge ohne Niederlage. Gegen einen der heiß gehandelten Aufstiegskandidaten aus Erbach bewies der Aufsteiger große Moral und drehte ein 1:3 zur Pause, noch zu einem, am Ende verdienten, 4:3-Heimerfolg.
Zu Beginn der Partie taten sich beide Teams schwer, klare Torgelegenheiten heraus zuspielen. Die SG setzte dabei mehr auf ein schnelles Umschalten, während es die Gäste immer wieder mit langen Bällen auf die beiden brandgefährlichen Spitzen versuchten. Nach rund einer halben Stunde der bittere Doppelschlag für den Aufsteiger: Zunächst nutzte ein Erbacher eine Unkonzentriertheit der SG-Defensive zum überraschenden Führungstreffer, und nur zwei Minuten später, nach einem dieser langen Bälle, sogar zum 0:2. Erst jetzt verstand es unsere Mannschaft die Erbacher etwas mehr unter Druck zu setzen und prompt wurde der Aufwand belohnt. Nach einer schönen Kombination auf der rechten Seite schob Außenverteidiger De Meo in der 39. Minute platziert zum 1:2 ein. Doch anstatt jetzt vor der Pause noch den Ausgleich zu erzielen, schlugen die Gäste aus der Kreisstadt wieder zu und erhöhten, quasi mit dem Pausenpfiff, auf 1:3. Trotz des frustrierenden Spielverlaufs war der SG direkt nach Wiederanpfiff anzumerken, dass sie sich noch lange nicht aufgegeben hatte.
Nun fand man immer besser in die Zweikämpfe und verlagerte die Bälle gut auf die beiden sehr aktiven Außenbahnen. Zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Jan Hübner mit einem schönen Schuss den so wichtigen Anschlusstreffer zum 2:3 markieren konnte. Der Aufsteiger hatte sich zu diesem Zeitpunkt endgültig in einen Rausch gespielt und auch SG-Torhüter Hofmann war in der Folge von keinem Erbacher mehr zu überwinden. Nach 61 Minuten dann der hochverdiente Ausgleichstreffer: Der bis dahin glücklos agierende Martin Didion nutzte seine Statur nach einer Reubold-Flanke sehr gut und war mit dem Kopf einen Tick schneller am Ball, als der Erbacher Schlussmann mit seinen Fäusten. In der Folge wurde eine bis dahin sehr faire Partie immer ruppiger und auch der Schiedsrichter förderte mit einigen zweifelhaften Entscheidungen die aufkommende Hektik im Spiel beider Mannschaften. Nach 75 Minuten schickte eben dieser einen Erbacher Spieler mit der Ampelkarte vom Platz. Unserer Mannschaft jedoch schien, im Gegenteil zu den Gästen, die Luft einfach nicht auszugehen. Acht Minuten vor Schluss dann die endgültige Wende. Spielertrainer Marinčo Panov setzt sich geschickt gegen zwei Verteidiger durch und ist vom dritten nur noch per Foulspiel im Sechzehnmeterraum zu stoppen – Elfmeter für die SG! Spielführer Marian Reubold verlädt den Erbacher Keeper und trifft in der 82. Minute zum viel umjubelten Siegtreffer.
Fazit: Ein schöner Sieg für den Aufsteiger gegen einen keineswegs schwachen Gegner aus Erbach. Wieder einmal machte sich der große Zusammenhalt in der Mannschaft bezahlt, indem sich jeder im Laufe des Spiels zu steigern wusste und zu jeder Zeit noch an den Erfolg glaubte.
Aufstellung: Hofmann – De Meo, Matthes, Lannert, Müller – Eying, Reubold (K), Hübner [Panov, (Heiland)], Kepper, Daum – Didion (Wanning).

SG – SV Beerfelden 2:4 (2:2)

Unsere erste Mannschaft musste an diesem Sonntag die erste Heimniederlage seit 15 Monaten hinnehmen. Wieder einmal genügten zwei Treffer nicht zum Punktgewinn. Trainer Panov musste aus Personalgründen auf 3-5-2 umstellen, dem identischen Spielsystem das auch der A-Liga-Absteiger an diesem Tag spielen sollte. In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer ein temporeiches und sehr unterhaltsames Fußballspiel, indem unsere SG bereits nach 11 Spielminuten durch Marinčo Panovs Fernschuss die erste Torchance aufzuweisen hatte. In 14. Minute sollte gar der Führungstreffer gelingen. Kapitän Reubold führte einen Freistoß an der 16er-Kante des Gegners schnell aus, legte den Ball quer zu Daum, der den Ball per Vollspann ins kurze Eck beförderte. Doch die Freude sollte nur von kurzer Dauer sein. In der 20. Minute verhinderte der Querbalken noch den Ausgleich, wenig später landete ein abgefälschter Schuss dann doch im Tor von SG-Schlussmann Hofmann. Der Aufsteiger spielte jedoch relativ unbeeindruckt weiter, was in der 37. Spielminute auch belohnt wurde. Eine eigentlich missglückte Flanke von Kepper wird vom Beerfeldener Torhüter gerade noch von der Linie gekratzt, Spielertrainer Panov stand jedoch goldrichtig und konnte den Ball im Nachsetzen hinter die Linie drücken. Der eigentliche Knackpunkt im Spiel folgte jedoch kurz darauf. Drei Minuten vor der Pause rutscht eine scharf getretene Ecke durch die gesamte Hintermannschaft durch, ehe der Beerfeldener Stürmer problemlos zum 2:2 einschieben kann.
Nach dem Seitenwechsel war früh zu spüren, dass der Gast wesentlich mehr Kraftreserven hatte und jetzt voll auf Sieg spielte. Unsere SG fand nur noch selten Entlastung nach vorne. Nach einer guten Stunde versagten dem Gäste-Stürmer noch die Nerven, als er freistehend vor dem Tor den Ball weit über dieses drosch. Zehn Minuten später jedoch, sollte die Begegnung kippen. Ein Ballverlust auf der rechten Seite der SG, nutzen die Gäste eiskalt aus, indem sie einen gelungen Doppelpass spielen, eine punktgenaue Flanke schlagen und zum 2:3 einköpfen. Direkt nach dem Anstoß unserer Elf dann das endgültige Aus. Die Gäste erobern wieder im Mittelfeld den Ball, und der defensive Mittelfeldakteuer aus Beerfelden schiebt den Ball clever mit links ins kurze Eck und lässt Hofmann keine Chance. 2:4 was gleichbedeutend auch das Endergebnis darstellte.
Fazit: Einer körperlich sehr robusten und im Spielverlauf sehr clever agierenden Beerfeldener Mannschaft hatte unsere SG nur im ersten Durchgang etwas entgegen zu setzen. Unsere Zentrale, vor allem Spielführer Reubold, musste an diesem Tag unglaublich viel Laufarbeit leisten, da der Gegner über drei hervorragende Mittefeldspieler verfügte. Sicher ist es mehr als ärgerlich wieder in Führung zu liegen und dennoch mit leeren Händen da zu stehen. Sicherlich ist es genauso frustrierend für Spieler und Zuschauer, dass wieder simple individuelle Fehler so ein Spiel entschieden haben. Das Ausgleichstor Sekunden vor der Pause, raubte dem Aufsteiger die notwendige Kraft, um auch im zweiten Durchgang einhundertprozentig dagegenhalten zu können. Trotzdem sollte man der noch unerfahrenen Mannschaft die Zeit geben, aus ihren Fehlern zu lernen. Gegen einen gestandenen Gegner wie es der SV Beerfelden ist, wird nun mal jeder Fehler sofort bestraft. Bereits am kommenden Donnerstag bei Türk Breuberg kann der Aufsteiger es schon besser machen und vielleicht einen Punkt nach Nieder-Kainsbach entführen.
Aufstellung: Hofmann – Lannert, Weidmann, Matthes – Reubold (K), Karg (Schmucker), Eying, Kepper, Daum (Didion) – Klinger, Panov (Lange).