Felix Wanning erzielte der Tor in der 87. Minute.
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SG – Türk Breuberg 0:2 (0:0)
Gegen den Aufstiegsaspiranten aus Breuberg lieferte unsere Mannschaft am vergangenen Donnerstagabend eine, trotz der 0:2-Niederlage, akzeptable Leistung ab. Trainer Marinčo Panov musste wie angekündigt auf mehreren Positionen Stammkräfte ersetzen und war in Verbindung mit der zu erwartenden offensiven Spielauffassung der Gäste gezwungen von Viererkette auf Libero mit zwei Manndeckern und fünf Mittelfeldspielern umzustellen. Ein aggressives und nicht immer faires Spiel entwickelte sich fortan. Während die Gäste mehr im Ballbesitz waren, jedoch wenige zündende Ideen hatten, war die SG auf schnelle Konter bedacht. Dank einer kämpferischen wie läuferischen starken Leistung im ersten Durchgang ging man mit dem 0:0 in die Kabine.
Und wer weiß, wie lange die Breuberger noch Geduld bewiesen hätten, wenn nicht kurz nach Wiederanpfiff ein Breuberger Angreifer einen sehenswerten Schuss gegen die Laufrichtung von SG-Torhüter Hofmann zum – nicht unverdienten – 0:1 ins Netz versenkt hätte? Mit der Pflicht im Rücken jetzt unbedingt das Spiel machen zu müssen, tat sich der Aufsteiger in dieser ungewohnten Formation sichtlich schwer. Dennoch sollten einige wenige gute Torchancen dabei herausspringen, die leider nicht zum zwischenzeitlichen Ausgleich genutzt wurden. Selbst nachdem Hofmann einen Strafstoß der Gäste mit einem sehr guten Reflex parieren konnte, blieb die anschließende kleine Drangphase erfolglos. In den Schlussminuten, als bei beiden Teams die Kraft deutlich zu schwinden begann, vollendeten die Breuberger noch einen Konter zum 0:2 Endstand.
Fazit: Eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem letzten Auftritt in Hainstadt. Leider hatte die Mannschaft nicht das Glück und auch nicht die Kraft nach dem ärgerlichen Gegentreffer noch einen Gang höher zu schalten und eine der wenigen sich ergebenden Chancen zum 1:1 zu nutzen. Daher geht der Erfolg der Gäste in Ordnung, die SG sollte aber auf diese Leistung aufbauen und wieder zuversichtlicher in die nächsten Aufgaben gehen.
Aufstellung: Hofmann – Lannert, De Meo, Weidmann – Reubold (K), Müller (Wanning), Hübner, Daum, Kepper – Klinger, Panov.
TSV Hainstadt – SG 4:0 (1:0)
Wieder einmal schlug sich unserer erste Mannschaft selbst. Am Ende verlor man zwar um ein oder zwei Gegentore zu viel, machte es dem Gegner aber wieder zu leicht diese Treffer zu erzielen. Marinčo Panov behielt die 4-1-4-1-Formation aus dem Neustadt-Spiel bei, was zu mehr Stabilität in der Zentrale führen sollte. Das Spiel begann auf dem extrem tiefen Rasen der Breuberger schleppend, mit Anpassungsschwierigkeiten auf beiden Seiten. Die SG verstand es in der Anfangsphase bei Ballgewinn schnell umzuschalten und über die aufgerückten Außenpositionen in die Offensive zu gehen. Das Umschalten in die Defensive dagegen sollte an diesem Sonntag ein Manko im Spiel des Aufsteigers darstellen.
Ein unnötiger Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, zu zaghaftes Angreifen des sehr lauffreudigen TSV-Spielmachers, der in 13. Minute mit einem platzierten Linksschuss das frühe 1:0 für die Heimelf markieren kann. Das Unterfangen „Auswärts-Punkten“ ist nun, nach dem Rückstand noch schwieriger. Doch die SG zeigte in dieser Phase eine gute Reaktion, fand im Lauf der ersten Hälfte immer besser ins Spiel und konnte durch Kampf und überraschende Spielfreude auf unbequemen Untergrund die Defensive der Heimelf des Öfteren ins Wanken bringen – nur zählbares sollte nicht dabei herausspringen. Als in Spielminute 30 der sonst so sichere Elfmeterschütze unserer Mannschaft, Marian Reubold, mit dem fälligen Strafstoß am TSV-Schlussmann scheiterte, bahnte sich endgültig ein rabenschwarzer Nachmittag für den Gast an. Keine 10 Minuten nach Wiederanpfiff machte ein Sonntagsschuss der Hainstädter zum 2:0 beinahe alle Hoffnungen auf ein „Comeback“ in diesem Spiel zunichte. Unsere Elf gab sich zwar auch nach diesem Rückschlag nicht geschlagen und versuchte ins Spiel zurück zu kommen, war jedoch in des Gegners Hälfte einfach nicht entschlossen genug. Die wenigen Chancen die man in Halbzeit zwei kreierte blieben ungenutzt, der A-Liga-Absteiger dagegen spielte fünfzehn Minuten vor Schluss einen Konter geschickt zu Ende, was die endgültige Vorentscheidung bedeutete. Den zweiten Strafstoß an diesem Tag, fünf Minuten vor Abpfiff, dieses Mal für den TSV, konnte SG-Torhüter Hofmann leider nicht parieren, auch wenn er die Ecke richtig erahnte.
Fazit: Unkonzentriertheiten zu Beginn die eiskalt bestraft werden, eine zu geringe Durchschlagskraft in der Offensive, ein zu behäbiges Umschalten von Angriff auf Verteidigung und das fehlende Quäntchen Glück bei beiden Strafstößen führte an diesem Tag zu dieser am Ende klaren Niederlage für die SG. Bereits am Donnerstag kommt mit Türk Breuberg ein weiterer sehr starker Gegner nach Nieder-Kainsbach, der unserer, dann stark ersatzgeschwächten Mannschaft, alles abverlangen wird.
Aufstellung: Hofmann – De Meo, Matthes, Lannert, Müller – Reubold (K), Kepper, Hübner (Panov), Didion, Daum, Klinger.
TSV Hainstadt II – SG II 0:0
SG – TSV Neustadt 4:4 (3:1)
Eine beeindruckende Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche, ein enormer läuferischer sowie kämpferischer Aufwand, eine komfortable und absolut verdiente Zwei-Tore-Führung vier Minuten vor Schluss; und dennoch konnte unsere erste Mannschaft an diesem Sonntag keine drei Punkte einfahren. Trainer Marinčo Panov stellte, in Voraussicht des zentral agierenden Gasts aus Neustadt, auf 4-1-4-1 um, was von der ersten Minute an fruchten sollte. Die SG ging aggressiv und hochkonzentriert in die Partie und beide Viererketten verschoben geschlossen die Positionen. Bereits nach sechs Spielminuten machte sich der Aufwand bezahlt: Nach einer scharf geschossenen Ecke von links nutzte der heute im zentralen Mittelfeld agierende Didion seine Körpergröße und wuchtete den Ball per Kopf zum 1:0 ins Netz. Unsere Mannschaft legte von nun an jegliche Hemmungen ab und zeigte sehenswerten Kombinationsfußball, der neun Minuten später zum 2:0 durch Steffen Klinger führte. Eine Kombination auf der linken Seite, gefolgt von einem cleveren Pass von Daum direkt in den Lauf von Kepper, der den Kopf oben behielt und auf den in der Mitte völlig freistehenden Klinger passte, der keine Mühe dabei hatte, den Ball über die Linie zu drücken. Dem Gast aus Breuberg fiel bis zu diesem Zeitpunkt in Punkto Offensive rein gar nichts ein. Die langen Bälle auf die beiden Stürmer wurden problemlos abgefangen. Umso ärgerlicher, dass dem bis dahin, ebenso wie die gesamte Mannschaft, sehr gut spielenden Eying im Spielaufbau ein folgenschwerer Fehlpass unterlief, den der TSV-Angreifer mit einem platzierten Schuss zum Anschlusstreffer ausnutzte. Der nun befürchtete Einbruch im Spiel des Aufsteigers sollte jedoch nicht folgen. Stattdessen krönte Reubold mit einem herrlichen Freistoßtreffer aus rund 20 Metern Entfernung seine gezeigte Leistung und markierte damit in der 41. Minute den 3:1-Pausenstand.
So explosiv wie die erste Halbzeit begann, genauso startete auch der zweite Durchgang. Eine eigentlich harmlose Flanke eines Neustädters wurde vom Hinterkopf des SG-Verteidigers Matthes unglücklich in den Strafraum verlängert, wo der Gäste-Angreifer mit einem sehenswerten Kopfballtreffer über SG-Schlussmann Hofmann hinweg Neustadt wieder zurück ins Spiel brachte. Eben dieses wurde in den folgenden Minuten deutlich ruppiger und auch weniger kombinationssicher, aber dafür immer mitreisender. Nachdem sich die SG wieder berappelt hatte und auch im Offensivspiel wieder vorzeigbare Ideen aufweisen konnte, lies ein TSV-Verteidiger dem sehr überzeugenden Schiedsrichter keine Wahl, sodass dieser auf den Punkt zeigte: Nach Foulspiel an Kepper, Strafstoß für die SG. Spielführer Reubold trat, wie immer in dieser Runde, an und traf mit einem ebenso harten wie platzierten Schuss in die rechte Ecke zum „beruhigenden“ 4:2 nach rund 60 Spielminuten. Die Partie befand sich nun endgültig in der Hand unserer Mannschaft. Dem Gast fehlte es weiterhin an Ideen in der Offensive, als auch an der Kraft durch Einzelaktionen die gut gestaffelte Defensive der SG zu durchbrechen. Als sich jeder der Anwesenden bereits auf einen Heimsieg einstellte, wieder ein Pfiff des Unparteiischen, wieder Elfmeter, dieses Mal auf der anderen Seite. Lannert sprang, im Sechzehnmeterraum ein langer Ball unglücklich an die Hand. Der eben eingewechselte dritte Stürmer der Gäste-Elf verlud Hofmann und machte die Partie aus dem Nichts wieder spannend. Der Wiederanstoß war kaum ausgeführt, da legte sich eben dieser TSV-Stürmer den Ball wieder zurecht; Freistoß aus halbrechter Position, mit links und somit Zug zum Tor getreten, unbequem für jeden Schlussmann. Wie es der Fußball in solchen Situationen dann manchmal will, wird die Hereingabe noch zweimal abgefälscht, was dessen Flugkurve noch unberechenbarer macht, und schließlich im langen Eck zum späten, glücklichen Ausgleich endet.
Fazit: Wie eingangs erwähnt, eine absolut vorzeigbare Leistung des Aufsteigers, der es aber nicht schafft sich dafür auch zu belohnen. So verließ die Mannschaft um Marinčo Panov nach dem späten Anschlusstreffer jegliche Souveränität, die sie sonst über die gesamte Spieldauer ausgestrahlt hatte. Jetzt gilt es das Positive, das an diesem Tag dennoch deutlich überwog, mitzunehmen um am nächsten Sonntag beim unbequemen Gastspiel in Hainstadt den ersten „Dreier“ im Jahr 2011 einzufahren.
Aufstellung: Hofmann – De Meo, Matthes, Lannert, Müller – Reubold (K), Kepper, Eying, Didion, Daum (Karg) – Klinger (Panov).