Die Enttäuschung war unserer B-Liga-Mannschaft an diesem Sonntag nach Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Selten kam die SG so schnell in eine Partie, kam sogar nach einem mehr als ärgerlichen Gegentreffer zurück und konnte in der zweiten Hälfte das Tempo sogar noch einmal erhöhen, und dennoch gingen die Gäste aus Seckmauern als Sieger vom Platz.
Das erwartet schwere Spiel gegen die ambitionierte Zweitvertretung des Kreisoberligisten, samt ihren zahlreichen und ebenso lautstarken Schlachtenbummlern, hatte von Beginn an Klasse. Eine halbe Stunde lang fand das Spiel praktisch nur in Richtung Gästetor statt, doch die Führung sollte auf der Gegenseite fallen: Nach einer Ecke wird SG-Verteidiger Matthes vom heraneilenden TSV-Stürmer umgestoßen, zusätzlich noch Torhüter Hofmann im Fünfmeterraum behindert, der Pfiff des Unparteiischen blieb jedoch aus und so markierte dieser Kopfball die überraschende Führung. Genau diese Situation wollte Marinčo Panovs Mannschaft vermeiden, ist doch das Spiel des TSV auf schnelle Konter ausgerichtet. Jedoch fanden die Gäste auch nach der Führung nicht so recht in die entscheidenden Zweikämpfe, so ließen sie Panov, wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff, einen Moment zu viel Raum, was dieser mit einem noch leicht abgefälschten Schuss aus rund 18 Metern prompt bestrafte und den Gleichstand wieder herstellte.
Wie Eingangs erwähnt, verstand es der Aufsteiger nach Wiederanpfiff das gezeigte Engagement des ersten Durchgangs noch einmal abzurufen und das Tempo noch weiter zu erhöhen. Roman Eying drehte in der 48. Spielminute nach einer scharf getretenen Ecke von Daum mit einem sehenswerten Kopfball das Spiel zu Gunsten der SG. Jannis Kepper setzte nur sieben Minuten später sogar noch einen drauf, als er einen seiner unwiderstehlichen Sprints mit Ball, beinahe quer über das Feld hinlegte und ohne zu zögern, den Ball mit seinem starken rechten Fuß unhaltbar in den Winkel schlenzte – 3:1 für unsere Mannschaft, das Spiel schien den entscheidenden Lauf genommen zu haben, doch die beiden Teams hatten noch Reserven. Kepper war kaum auf seine Position zurückgekehrt, der Anstoß nach seinem Treffer kaum ausgeführt, als der ebenfalls sehr schnelle Linksaußen des TSV sich bis in den 16er durchtanzte, dort überlegt zurücklegt, wo einer der beiden Seckmauerer Angreifer zum 2:3 einschob. Keine zwei Minuten später praktisch der identische Spielzug. Einer der Gäste lässt gleich zwei Kainsbacher stehen, im Rücken der Abwehr stiehlt sich ein TSV-Akteur von seinem Gegenspieler davon und lässt Hofmann mit einem platzierten Linksschuss keine Chance – 3:3 nach gut einer Stunde. Das Spiel entwickelte sich nun endgültig zu einem packenden und sehr ansehnlichen B-Ligaspiel. Die Zweikämpfe wurden noch intensiver geführt, beide Mannschaften wollten auf Sieg spielen. Bis zur 83. Minute blieb es beim 3:3, ehe der sehr agile Torjäger aus Seckmauern einen dieser zuvor angesprochenen Konter zum, auf Gästeseite viel umjubelten, Siegtreffer ausnutzte. Vorausgegangen war ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld, was der aufgerückten SG-Defensive nur wenig Chance ließ, noch entscheidend einzugreifen.
Fazit: Die Mannschaft überraschte an diesem Tag doppelt. Gegen eines der besten Teams der Liga bot die SG eine mehr als ansprechende Leistung. Die Zweikämpfe wurden aggressiv geführt und die Lauf- und Kampfbereitschaft stimmte zu jeder Zeit. Allerdings muss man sich vorhalten lassen, eine komfortable Zwei-Tore-Führung noch aus der Hand gegeben zu haben. Vor allem die immer gleichen Unachtsamkeiten, die zu den späten Gegentreffern führten, ärgerte die Mannschaft um Spielertrainer Panov.
Aufstellung: Hofmann – De Meo, Matthes, Lannert, Müller – Kepper, Eying (Hübner), Reubold (K), Daum (Didion) – Panov, Klinger.
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SG II – Türk Breuberg II 5:0 (3:9)
Die Torschützen waren Markus Karg (27., 42.), Stefan Heiland (35., 48.) und Florian Hofmann (60.).
SG II – ISV Kailbach II 4:1 (1:1)
Die Tore für die SG erzielten Jan Hübner (40.) und Florian Hofmann (52., 67., 77.).
KSG Vielbrunn – SG 0:4 (0:2)
Zweiter Sieg in Folge, zum zweiten Mal hintereinander hinten die Null „gehalten“, zum zweiten Mal hintereinander vorne vier Tore geschossen. Zu Recht feierte unsere erste Mannschaft nach Abpfiff an diesem 16. Spieltag in Vielbrunn. Eine zum Teil mehr als hart geführte Partie konnte man an diesem Sonntag für sich entscheiden. Trainer Marinčo Panov schickte die SG mit zwei Stürmern und der gewohnten „Doppelsechs“ auf den schwer bespielbaren Platz im Michelstädter Stadtteil. Trotz der Vorgabe, den Gegner erst einmal kommen zu lassen, spielten die Gäste früh gut auf und konnten durch schöne, zügige Kombinationen im Mittelfeld erste Torgelegenheiten verzeichnen. Die erste dicke Chance sollte jedoch die KSG aufweisen. Nach einer Unachtsamkeit im eigenen Sechzehner kam der Vielbrunner Angreifer aus aussichtsreicher Position in Schussgelegenheit, doch SG-Schlussmann Hofmann parierte glänzend. Dies sollte der Weckruf für unsere Mannschaft sein. Praktisch im Gegenzug, acht Minuten waren gerade mal gespielt, zirkelte Spielführer Reubold einen Freistoß in den gegnerischen Strafraum, wo Martin Didions Gegenspieler den Ball ins eigene Tor köpfte – die so stark erhoffte frühe Führung für den Aufsteiger. Das Spiel sollte von nun an von nicht immer fairen Zweikämpfen und ständigen Meckereien, zum Teil sogar Beschimpfungen von außen dominiert werden. Der mehr als bullige Stürmer der Heimelf fand in der SG-Defensive an diesem Tag seinen Meister und so kam die mangelnde Kreativität im Spiel der KSG zu Tage. Ganz anders dagegen die Mannschaft um C-Liga-Torschützenkönig Steffen Klinger. Denn dieser sollte in der 33. Spielminute das erste, aber beileibe nicht das letzte Mal, in Erscheinung treten. Denn nach einer genau „getimten“ Flanke von Jannis Kepper stand Klinger goldrichtig und versenkte den Ball im gegnerischen Gehäuse.
Nach dem Wiederanpfiff stellte sich unsere Elf auf eine Angriffswelle der Gastgeber ein, die jedoch wie im ersten Durchgang auch fast immer bei einem SG-Akteur verpuffte. Nieder-Kainsbach verschob auch in den zweiten 45 Minuten sehr gut die Räume und stach vorne eiskalt zu. Nach einem sehenswerten Zuspiel von Hübner auf Klinger, der den Ball nicht einmal mehr stoppen musste und gekonnt am herauseilenden KSG-Keeper vorbei schob dann die endgültige Entscheidung – 0:3. Nachdem der zwar nicht immer auf der Höhe agierende, aber durchaus überdurchschnittlich gute, Unparteiische die ständigen Nachtretereien und versteckten Nicklichkeiten einiger Vielbrunner satt hatte, und die Gastgeber mit einer Gelb-Roten-Karte dezimierte, landete die SG noch einige schöne Konter, die den Sieg noch höher hätten ausfallen lassen können. So scheiterten zwar Kepper und der eingewechselte Wanning, doch Steffen Klinger machte von seinem Selbstbewusstsein gebrauch und zog nach einem schönen Zuspiel von Panov den Ball aus sechzehn Metern ab und wie selbstverständlich schlug dieser unhaltbar im kurzen Eck ein.
Fazit: In der Offensive sicherlich die stärkste Leistung die unsere SG in dieser Runde ablieferte. In den richtigen Momenten verstand es die Mannschaft entschlossen vor dem gegnerischen Tor aufzutreten. Die ruppige Spielweise der KSG prallte an dem sehr laufintensiven und unheimlich geschlossenen Auftreten des Aufsteigers einfach ab. Unsere Mannschaft scheint endgültig verstanden zu haben, wie man in dieser Liga bestehen kann – doch bereits am nächsten Sonntag (14:30 Uhr) wird genau solch ein Auftreten wieder von Nöten sein, wenn man gegen die überraschend starke Zweitvertretung aus Seckmauern einen Heimsieg landen möchte.
Aufstellung: Hofmann – De Meo, Matthes, Lannert, Müller – Kepper, Hübner (Panov), Reubold (K), Eying – Didion (Daum), Klinger (Wanning).
KSG Vielbrunn II – SG II 0:7 (0:1)
Florian Hofmann (1., 37., 64.), Felix Wanning (50.), Stefan Heiland (55.), Hans Vetter (58.) und Markus Karg (65.) schossen die Tore.