{"id":2648,"date":"2010-02-19T23:59:52","date_gmt":"2010-02-19T22:59:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sgniederkainsbach.de\/?p=2648"},"modified":"2015-08-28T17:04:35","modified_gmt":"2015-08-28T15:04:35","slug":"jsg-lauft-mit-der-tsg-hoffenheim-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sgniederkainsbach.de\/?p=2648","title":{"rendered":"JSG l\u00e4uft mit der TSG Hoffenheim ein"},"content":{"rendered":"<p>Hinter den gro\u00dfen Glast\u00fcren stehen sie nun schon ein paar Minuten und warten angespannt. Von hier aus k\u00f6nnen sie nur einen kleinen Ausschnitt der gegen\u00fcberliegenden Trib\u00fcne einsehen und doch erblicken sie Tausende. Eine brodelnde Masse, in der Individuen nur dann zur Geltung gelangen, wenn sie kurzzeitig hinter ihren gro\u00dfen Fahnen auftauchen, die sie \u00fcber ihren K\u00f6pfen schwingen. Sie ahnen, dass es drau\u00dfen laut sein muss, sehr laut sogar \u2013 doch hinter den Glast\u00fcren ist es vergleichsweise still.<br \/>\nDer helle, freundliche Raum unter dem gewaltigen Geb\u00e4udekomplex verengt sich zu den Glast\u00fcren hin, wo sie jeweils zu Elft aufgereiht an beiden W\u00e4nden stehen, so wie sie es zuvor schon besprochen und auch geprobt hatten, denn nichts soll schief gehen an diesem Abend. Darauf achten die Verantwortlichen, die mit ausgesuchter H\u00f6flichkeit, doch mit aller Bestimmtheit Regie f\u00fchren.<br \/>\nStolz stehen die zwei Kapit\u00e4ne vorne, dahinter die Schlussm\u00e4nner, gefolgt von der restlichen Mannschaft, als sich die Glast\u00fcr f\u00fcr wenige Augenblicke \u00f6ffnet, damit die zwei Betreuer den Raum verlassen und das Feld vorab betreten k\u00f6nnen. Diese kurze Zeitspanne reicht aus, um ihnen zu best\u00e4tigen, was sie bereits erahnt hatten. Tosender L\u00e4rm springt durch die spaltbreit ge\u00f6ffnete T\u00fcr und erstickt f\u00fcr einen Moment jeden eigenen Laut.<br \/>\nNun \u00f6ffnen sich die T\u00fcren zu beiden Seiten des Raumes, die noch tiefer in das Bauwerk f\u00fchren, und die Akteure des Abends erscheinen l\u00e4ssig auf der B\u00fchne. Als sie ebenfalls vor den Glast\u00fcren Aufstellung bezogen haben und ihre Partner \u2013 wie besprochen \u2013 bei der Hand ergreifen, sind es nur noch Sekunden. Freundlich sind sie, ohne erkennbare All\u00fcren, hie und da ein kurzer Wortwechsel, ein freundliches L\u00e4cheln, und schon \u00f6ffnen sich die T\u00fcren nun weit und endg\u00fcltig. Ohrenbet\u00e4ubender L\u00e4rm schl\u00e4gt ihnen entgegen. Doch schon werden sie mitgerissen, durch das Tor hinaus in eine lichtdurchflutete, gr\u00fcne Welt, umgeben von tausenden von Menschen.<br \/>\nDer L\u00e4rm ist unbeschreiblich, die Arena gewaltig und die Euphorie der 30.000 Fans kennt keine Grenzen, als die beiden Mannschaften einlaufen und zum Mittelkreis eilen.<br \/>\nSekunden sp\u00e4ter stehen die 22 Spielerinnen und Spieler der JSG Brensbach\/Nieder-Kainsbach\/Hummetroth in der Mitte der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena und blicken in ein Meer von blauwei\u00dfen Fahnen, w\u00e4hrend ein gigantisches Blitzlichtgewitter auf sie herniedergeht. Vereinzelt aufblitzende Feuerwerksk\u00f6rper nehmen nur kurz ihre Sinne in Anspruch, denn noch sind sie an der Hand der Profis von der TSG Hoffenheim und der Borussia aus M\u00f6nchengladbach. Stolz stehen sie neben den Bundesligastars, die sie bisher nur aus Fernsehberichten kannten und genie\u00dfen die Aufmerksamkeit, die ihnen zuteil wird. Denn alle Fernsehkameras sind in diesen kurzen Minuten der Gl\u00fcckseligkeit auch auf sie gerichtet und trotz ihres jugendlichen Alters sind sie sich wohl bewusst, dass der eine oder andere nun ebenfalls bundesweit \u00fcber die Bildschirme flimmern k\u00f6nnte.<br \/>\nVielleicht noch ein kurzer Wortwechsel, dann das Dankesch\u00f6n der Profis und sie m\u00fcssen den Platz verlassen. Aber in der Fankurve der TSG Hoffenheim wurden ihnen in der allerersten Reihe Pl\u00e4tze reserviert und so genie\u00dfen sie \u2013 vielleicht mit ein wenig Wehmut \u2013 ein spannendes Bundesligaspiel, nun wieder aus der gewohnten Perspektive.<\/p>\n<p>Hinterher, auf der Heimfahrt, erz\u00e4hlen sie mit leuchtenden Augen von dem Rasen, der so intensiv nach Gras gerochen habe, wie nie zuvor erlebt. Von den tausenden von Menschen, die auch ihnen zugejubelt haben, erz\u00e4hlen sie und davon, dass die Spieler sehr freundlich gewesen seien. Sie berichten, wie klein sie sich gef\u00fchlt haben in dem gewaltigen Kessel und br\u00fcsten sich damit, dass sie mit Timo Hildebrand eingelaufen sind. Das Spiel selbst, das die Kinder anschlie\u00dfend aus der allerersten Reihe heraus mitverfolgen konnten, ger\u00e4t dabei fast zur Nebensache.<br \/>\nUnd auch wenn es einige nur z\u00f6gerlich zugeben wollten, begeistert waren sie alle und anhand der aufgeregten Gespr\u00e4che, die noch tagelang nach dem Spiel stattfanden, l\u00e4sst sich ermessen, wie beeindruckt unsere 22 Kids von diesem Erlebnis waren.<\/p>\n<p>Dieses unvergessliche Ereignis hat uns Hans Werner, ehemaliger Bundesligaschiedsrichter und langj\u00e4hriges Vorstandsmitglied der SG Nieder-Kainsbach\/Affh\u00f6llerbach e.V., erm\u00f6glicht, bei dem wir uns sehr herzlich bedanken m\u00f6chten.<br \/>\nTrainer Harald Heldmann und Betreuerin Kornelia M\u00fcller-Kredel sorgten f\u00fcr den perfekten Ablauf und \u00fcbernahmen im Vorfeld die gesamte Organisation. Die sehr diszipliniert auftretenden Spielerinnen und Spieler der JSG trugen genauso dazu bei, dass dieser Event ein so toller Erfolg wurde, wie auch die Verantwortlichen der TSG Hoffenheim, die uns mit ausgesuchter H\u00f6flichkeit entgegenkamen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinter den gro\u00dfen Glast\u00fcren stehen sie nun schon ein paar Minuten und warten angespannt. Von hier aus k\u00f6nnen sie nur einen kleinen Ausschnitt der gegen\u00fcberliegenden Trib\u00fcne einsehen und doch erblicken sie Tausende. 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